Dienstag, 21. Juni 2016

Until Friday Night || Rezension





• 304 Seiten 
• 9,99 € [D]
• ISBN: 9783492309196
• Piper-Verlag
 
→ Herzlichen Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares :)
Der achtzehnjährige Camden Pike trauert um seine große Liebe Viv. Seit sie bei einem Autounfall ums Leben kam, für den er sich zudem selbst die Schuld gibt, würde er alles dafür tun, Viv noch ein einziges Mal sehen zu können. 
Immer wieder besucht er die Unfallstelle und kann zuerst nicht glauben, was er dort eines Tages sieht: Ein Mädchen erscheint wie aus dem Nichts, und sie zeigt ihm den Weg in eine parallele Welt - eine Welt, in der Viv noch lebt.
 
 
  Die Gestaltung gefällt mir wahnsinnig gut! Ich finde das Cover richtig schön. Durch die Sonnenstrahlen erscheint das Cover sehr warm und ich finde die Schriftart sehr passend. Auch der Buchrücken sieht toll aus, im Regal macht es auf jeden Fall etwas her.

 
 
 In Until Friday Night geht es um Maggie und West.

Maggie hat eine schwere Vergangenheit. Um damit umzugehen hat sie sich entschieden nicht mehr zu reden. Sie zieht zu ihrem Onkel und deren Frau und Sohn. Zusammen mit Sohn Brady geht Maggie auf die Highschool. Brady wird von seiner Mutter gezwungen sich um Maggie zu kümmern, beispielsweise nimmt er sie mit zu einer Party auf dem Feld. Dort begegnet sie West das erste Mal. Er verhält sich wie ein Penner und auf einmal küsst er sie. Wie aus dem Nichts. Sie lernen sich kennen und beiden ist unterbewusst klar, dass sie mehr sind als Freunde.

West hat einen krebskranken Dad, der jeden Moment sterben könnte. Es macht ihn fertig, dass er seinem Dad nicht helfen kann. Er geht auf die Party, obwohl er mit den Gedanken ständig bei seinem Dad ist. Als er dort Maggie trifft, verliert er die Kontrolle über seine Gefühle und benimmt sich dementsprechend. Während sie sich näher kennenlernen, bekommt er die Stütze und Hilfe von ihr, die er braucht um seine Probleme zu bewältigen. Sie hört ihm zu, gibt ihm Ratschläge, versteht ihn. Aber ob Maggie, die selbst schweres hinter sich hat, die Richtige dafür ist?

Es wird aus der Ich-Perspektive abwechselnd von Maggie und West geschrieben. Ein Kapitel erzählt Maggie aus ihrer Sicht, das nächste Kapitel ist von West, dann wieder Maggie und so weiter. 

 
 
Maggie ist ein nettes Mädchen. Sie ist ehrlich, liebenswert und tapfer. Schnell ist mir aufgefallen, dass sie weder stören noch im Weg stehen wollte.  Außerdem hat sie den Drang anderen Menschen zu helfen. Lasst mich nicht lügen, aber man könnte sagen, sie ist ein Mauerblümchen. Was ich schade fand, ist, dass sie kaum aus sich herausgekommen ist. Sie blieb immer in ihrer Comfort-Zone.. Also da, wo es für sie am schönsten und bequemsten war. In der Hinsicht war sie alles andere als tapfer, sie war eher schüchtern und traute es sich nicht. Jedoch muss ich sagen, dass ich sie sehr realitätsnah rübergekommen ist. 

West ist ein Junge, der nach Außen wie der perfekte Football-Spieler erscheint. Er hat On-Off-Beziehungen und wirkt ziemlich unnahbar. Jedes Mädchen schwärmt für ihn, jeder Junge möchte gerne so sein wie er. 
Dass es im Inneren von ihm ganz anders aussieht, merkt niemand. Weder Kumpels, noch seine Freundin. Ich konnte West verstehen. Für ihn war es nicht leicht und er brauchte jemanden, der ihn stützt. Sein Charakter ist schwer zu definieren, finde ich. Er möchte niemanden etwas Böses. 

Neben den beiden Hauptcharakteren mochte ich Brady und Nash sehr gerne. Die weiteren Nebencharaktere verblassen ehrlich gesagt etwas, zumindest kam es mir so vor. Bei den vielen Kumpels, die Brady und West hatten, stieg ich irgendwann nicht mehr durch.

 
 
Die Handlung gefiel mir. Die Themen Tod und Trauer waren gut mit der Grundhandlung verflochten. Ich fand die Handlung nahm immer gut Fahrt an, sie hatte eine konstante Spannung. 

 
 
Die (Grund-)Idee finde ich nicht besonders. 
Mädchen, schwere Vergangenheit, deshalb stumm. + Junge, krebskranken Dad, deshalb launisch = treffen auf einander
Die Umsetzung finde ich gelungen. Die Charaktere waren größtenteils realitätsnah und lebendig, die Handlung war gut durchdacht. 
Außerdem habe ich wirklich Tränen in den Augen gehabt, mitgerissen hat es mich irgendwie schon.

 
 
Abbi Glines Schreibstil soll wirklich toll sein. Davon habe ich leider nur wenig mitbekommen. Der Schreibstil ist schon "nett", durchschnittlich, aber keinesfalls überragend. Da wurde ich ziemlich enttäuscht. Der Schreibstil war mir einfach zu oberflächlich, zu umgangssprachlich. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.

 
 
Until Friday Night ist ein süßes Buch, welches durch schöne Hauptcharaktere und eine gute Umsetzung punkten kann. Der Schreibstil war leider nicht mein Fall und die Nebencharaktere waren mir auch teilweise zu blass. Auch die Idee ist nicht überragend. Trotzdem hat es mir gefallen, ich hatte Tränen in den Augen, weil mich die Geschichte rühren konnte. 
 
Meine Empfehlung geht raus:

Jemand, der ein Jungendbuch mit folgenden Themen lesen möchte: über Trauer, Verlüste und damit umgehen, Stützen und die erste Liebe. 
 
 
 
 
 Bewertung (in Noten): 
» Gestaltung: 1-
» Charaktere: 2
» Handlung: 2
» Idee: 3
» Umsetzung: 2
» Schreibstil: 3
End-Bewertung: 2 -
 
 
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1 Kommentar:

  1. Hallo Denise!:)
    Ich habe das Büchlein auch schon gelesen und meine Rezi wartet nur noch darauf veröffentlicht zu werde. Mir hat das Buch wahnsinnig gut gefallen und wegen dem Schreibstil kann ich dir nur eins sagen: Im Vergleich zu ihrem ersten Buch und 'Until Driday Night' ist sie meiner Meinung nach um einiges besser geworden. Vor allem haben die Charaktere nicht andauernd Sex. Du glaubst gar nicht wie befreiend das war. :D

    Liebste Grüße,
    Vanessa ♥

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