Infernale » Eine Welt mit einem Mörder-Gen { Rezension }








• 384 Seiten

• 17,95 € [D] 

• ISBN: 9783785581674


• Loewe-Verlag

 

Von klein auf hörte ich Wörter wie begabt. 
Überdurchschnittlich. Begnadet. 
Ich hatte all diese Wünsche, wollte etwas werden. 
Jemand. 
Niemand sagte: Das geht nicht. 
Niemand sagte: Mörderin. 
Als Davy in einem DNA-Test positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre heile Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung scheitert, ihre Freunde fürchten sich vor ihr und ihre Eltern meiden sie. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll, einen Menschen zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie das werden, für das alle Welt sie hält und vor dem sie sich am meisten fürchtet – eine Mörderin? 
Sophie Jordan spinnt aus der Frage, wie stark Gene unseren freien Willen beeinflussen, eine actionreiche Jugendbuch-Reihe über den Versuch, sich seiner Vorherbestimmung zu entziehen.




Ich finde das Cover richtig schön. Es ist relativ schlicht. Mit dem Blau sieht es einfach schön aus und das Gesicht passt gut zur Protagonistin.




Wir befinden uns im Jahr 2021. Wissenschaftler haben ein Gen entdeckt, namens Homicial Tendeny Syndrome, kurz gesagt HTS, welches bereits weit verbreitet ist. Laut den Forschern handelt es sich bei den Genträgern um Menschen, die deutliche Neigungen zur Gewalt haben. Ebenfalls konnte ein Zusammenhang zwischen Mörder und dem Gen hergestellt werden. Durch einen Gen-Test wird untersucht, ob die Menschen HTS haben.

Davy ist eine von ihnen. Sie hatte vorher ein prachtvolles Leben. Konnte Klavier spielen, obwohl es ihr niemand beigebracht hat. Lebte in einem pompösen Haus mit einer tollen Familie. Bis ihr alles durch dieses Gen genommen wird. Sie darf noch zu Hause leben, doch die Schule muss sie wechseln. Es ist nicht nur eine totale Umstellung für sie, sondern der Horror. Denn sie verliert nicht nur ihre Freunde, sondern langsam auch ihre Familie.






Es ist in 2 Teile gegliedert. 
Der erste Teil heißt 'Träger'. Dort setzt man sich mit der Protagonistin Davy auseinander. Man lernt sie und ihr Leben kennen. Relativ schnell beginnt die Geschichte, sodass man sieht, wie Davy auf bestimmte Situationen und Erlebnisse reagiert. Dadurch kommt man ihr als Person näher und kann sie besser einschätzen. 

Der zweite Teil heißt 'Mount Haven'. In diesem Teil geht die Geschichte weiter.

Der erste Teil ist für die Tonne. Meiner Meinung nach war es langweilig. Es war mir zu langgezogen und irgendwie passierte nichts spannendes. Man hört nur dauernd von Davy, wie blöd ihr Leben jetzt sei. Ich hätte mir gewünscht, dass man mehr Sachen reingebracht hätte. Es ging nur um Davy, ihr Leben in der neuen Schule, ihr Leben zu Hause und das wars. Ich weiß nicht genau warum, aber dieser erste Teil hat mich ziemlich enttäuscht.

Der zweite Teil geht besser weiter, da endlich Spannung aufkommt. Endlich passiert mal etwas, eine größere Wendung, mit neuen Perspektiven. Jedoch ist mir das ganze zu wenig erklärt. Ich hätte mir dieses 'WOW' gewünscht. Diesen 'Ohaaa- das hätte ich jetzt nicht gedacht' Moment. Es kam mir so.. einfach vor. Und meine Fragen wurden nicht im Geringsten beantwortet. Ich meine, da muss doch mehr hinterstecken? Wieso hinterfragt niemand dieses 'Gen'? Was hat es wirklich damit auf sich? Ist es wirklich so logisch, wie es beschrieben wurde? Das und viele weitere Fragen wurden nicht geklärt und das finde ich ziemlich schade. Man hätte mich ja portionsweise mit Aufklärungen füttern können - das hätte mich schon happy gemacht - aber stattdessen ist es einfach so und gut. Das ist mein einziger und auch größte Kritikpunkt. Den das und die Langatmigkeit am Anfang hat mir dieses Buch ziemlich vermiest.



Davy ist eine Person, die ich anfangs etwas nervig fand. Sie war recht verwöhnt und konnte alles: singen, 3 Sprachen, Instrumente spielen, ohne dass es ihr jemand beibrachte, etc. Jedoch entwickelte sie sich im Laufe der Geschichte weiter und wird erwachsener, was ich gut fand. Trotzdem fehlte mir ein bisschen der Bezug zu ihr und so richtig warm wurde ich weder mit ihr noch mit den anderen Charakteren.

 Neben Protagonistin Davy spielt Sean eine Rolle. Sean fand ich sympathisch. Auch Gil ist ein toller Charakter.

Die Charaktere an sich sind gut gestaltet und haben Leben bekommen. Vor allem die Entwicklung von Davy hat mir imponiert. Leider konnte ich keinen Draht zu ihnen aufbauen.



 Wie schon oben gesagt finde ich den ersten Teil langatmig und langweilig und der zweite Teil geht zwar spannender weiter, jedoch klären sich keine meiner Fragen. Ich bin enttäuscht und unzufrieden.

 

 Die Idee ist schon interessant. Ein Mörder-Gen, der dein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Schon irgendwie cool. Aber die Umsetzung war mir zu lasch. Ich sehe jeden, der von diesem Buch begeistert ist, nur mich konnte es einfach nicht packen, was ich wirklich schade finde. Ich möchte dieses Buch auch lieben, aber es geht nicht. Ich hatte viel zu hohe Erwartungen, habe mir sonst was versprochen und im Nachhinein scheiterte es vielleicht auch daran. Daran, dass ich meine Erwartungen zu hoch gestellt habe. Das Buch konnt dem nicht gerecht werden. Es war gut, ich möchte es nicht schlecht reden, doch meins war es nicht. Natürlich hat es mich unterhalten.. Darüber hinaus kam aber nichts: Ich habe weder darüber nachgedacht, noch war ich davon gefesselt.



Der Schreibstil von Sophie Jordan ist leicht zu lesen. Besonders gut gefallen hat mir, dass es aus der Ich-Perspektive von Davy erzählt wurde und Davys Gedanken super zum Ausdruck gebracht wurden. Es gab schöne Anspielungen und bildliche Sätze.

 
Ein Buch, welches eine interessante Grund-Idee hat. Jedoch war mir der erste Teil von zwei zu langatmig und auch im zweiten Teil wurden keine meiner Fragen auch nur ansatzweise beantwortet. Sehr schade, es konnte meinen Erwartungen einfach nicht gerecht werden.



♦ Meine Empfehlung geht raus:


Jemand, der Interesse an einer Dystopie hat



 

 
 Bewertung (in Noten): 

» Gestaltung: 2+

» Charaktere: 2-

» Handlung: 3

» Idee: 2

» Umsetzung: 4-

» Schreibstil: 2


End-Bewertung: 3

Meine Rezension, kürzer als Video:

 

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2 Kommentare

  1. Huhu liebe Denise,

    schade, dass dich "Infernale" nicht so überzeugen konnte, ich fand es super! Vielleicht werden deine Fragen ja in der Fortsetzung geklärt?

    Liebe Grüße
    Kathi von Lesendes Federvieh

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  2. Hallo liebe Denise,
    oh dir scheint das Buch nicht sooooo gefallen zu haben?!
    Ich hab das Buch noch gar nicht gelesen aber ich finde das Cover so schön gestaltet.

    Liebe Grüße
    Katha ♥ von Buecher_Bewertunegn1

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Ansonsten noch viel Spaß auf meinem Blog! :)