Sonntag, 2. Oktober 2016

Rezension » Nach dem Sommer



♦ 424 Seiten
♦ 9,95 € [D] 
                     ♦ ISBN:  9783839001677
      ♦ Script 5-Verlag

Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe nach Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf. Ganz in der Nähe und doch unerreichbar, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. Es ist September, als Grace und Sam sich verlieben. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied.



  Das Cover gefällt mir sehr gut. Es passt zum Buch und die Farben harmonieren sehr schön miteinander. Und das Mädchen, das dem Wolf ein Herz zu wirft, ist nicht nur hübsch, sondern auch sehr passend.


  In dem Buch geht es um die beiden Protagonisten Grace und Sam. 
Grace hat eine besondere Beziehung zu einem Wolf. Ihr Garten grenzt an den Wald an und der Wolf mit den goldenen Augen taucht jeden Winter dort auf. Sie beobachtet diesen Wolf schon ihr halbes Leben lang. Und plötzlich trifft eins aufs andere und sie lernt ihn kennen. Als Mensch.
Sam ist ein Werwolf. Im Sommer ist er ein Mensch und kann tun und lassen, was er möchte. Doch wenn es kälter wird, kommt der Werwolf in ihm durch und spätestens im Winter verwandelt er sich in einen Wolf. Als er eines Tages angeschossen wird, flüchtet er sich vor lauter Angst zu Grace und lernt sie so kennen und lieben.

 ♦ Abwechselnd wird aus der Ich-Perspektive aus Grace und Sams Sicht erzählt.

 Grace und ich haben uns nicht verstanden. Es war, als ob es zwischen uns einfach nicht sein sollte. Sie hatte eine sehr klare, strukturierte Denkweise. Alles hatte bei ihr Ordnung, Linien, Sinn. Irgendwie fehlte mir bei ihr die Leichtigkeit. Auf mich wirkte sie teilweise ziemlich patzig und leider fand ich sie nicht so sympathisch. 

Sam jedoch war etwas anderes. Er war wirklich ganz süß, zumal er seine Gefühle auf der Zunge trug. Er sagte, was er dachte (auch nicht immer, aber meistens) und das gefiel mir eindeutig besser, als die verschlossene, in sich gekehrte Grace. 

Die Nebencharaktere waren alle ganz nett gemacht. Gerade Beck, Sams Freund, fand ich interessant.

 Die Handlung dreht sich hauptsächlich um die Liebesgeschichte zwischen Grace und Sam. Der Fantasy-Aspekt kam viel zu kurz. Ich hätte mir da mehr Handlung gewünscht, besonders auch auf die Werwölfe bezogen. So ging es größtenteils um das innige Paar und nicht um die Werwölfe.


Die Idee an sich hat Potenzial. Aber die Umsetzung war nicht das, was ich erwartet oder mir erhofft hätte. Dass diese Liebesgeschichte so im Vordergrund stand, war ja nichts schlechtes. Jedoch habe ich mir einfach mehr Fantasy gewünscht. Nach einer gewissen Zeit war es mir zu viel des Guten von den Turtelein der Beiden.


Der Schreibstil war sehr gewöhnungsbedürftig. Ich brauchte ein bisschen, um mich daran zu gewöhnen, da manche Sätze ein bisschen abgehackt wirkten. Die schönen Metaphern stachen dann irgendwann hervor und haben die Gewöhnungs-Zeit am Anfang wieder wett gemacht.



Anders als erwartet.
  Die Liebesgeschichte stand sehr im Vordergrund, weshalb der Fantasy-Aspekt viel zu kurz kam. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber auch voller Metaphern und an sich ganz schön, wenn man sich daran gewöhnt hat. Grace, eine der Protagonisten, war mir nicht ganz so sympathisch, was mir das Lesen nicht gerade erleichtert hat. Aber trotzdem hat es mich unterhalten und war ganz nett für zwischendurch.  
  
3 Adjektive, die auf das Buch zutreffen (meiner Meinung nach): 

 
nett     geheimnissvoll      langweilig

  Bewertung in Noten: 
    ♦ Gestaltung: 2+
     ♦ Charaktere: 3+ 
 ♦ Handlung: 3 
♦ Idee: 3+       
 ♦ Umsetzung: 3
 ♦ Schreibstil: 2-

End-Bewertung: 3+
 
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